03. Februar 2012 | Allgemeines, Brot & Brötchen, International, Kurioses, Pizza & Herzhaftes | 6 Kommentare

Das perfekte Geschenk zum Valentinstag

Wir haben zwei schwierige Fragen für Euch:

1. Was hat man schon lange vor Valentinstag verschenkt? Sein Herz, richtig 

2. Und wodurch geht Liebe immer? Auch richtig: durch den Magen.

Und so haben wir uns eine Valentinsaktion ausgedacht, die ganz genau dazu passt. Ihr könnt euer Herz verschenken und durch den Magen geht das Geschenk auch.

keksherz

Mit unserer Backmischung für Kekse und der tollen Herz-Puzzle-Form könnt ihr tolle Herzkekse mit eurem Namen und dem Namen eures Liebsten/eurer Liebsten aufs Leckerste verbinden.

Auch die Glasur lässt sich ganz leicht herstellen: 2 Eßl. Puderzucker in eine Tasse geben, mit einem Teelöffel tröpfchenweise heißes Wasser dazu geben und rühren bis eine streichfähige Glasur entsteht.
Zum einfärben am besten Lebensmittelfarbe in der Tube besorgen, damit kann man einerseits die Glasur einfärben und andererseits die Namen auf die Kekse schreiben.

Mit Sicherheit kommt so ein liebevolles Valentinsgeschenk gut an.

Unter allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs verlosen wir übrigens 3 Sets bestehend aus Backform und Keksbackmischung. Sagt uns wie euch unsere Idee gefällt und warum genau ihr so ein wunderbares Set gewinnen müsst :-).
Viel Glück!


25. Januar 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

Bilder vom gedeckten Tisch: Vortrag über eine Kunstgeschichte von Speis´ und Trank im TECHNOSEUM

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Stilleben von Friedrich Karl Ströher (1906)

Was erzählen uns Kunstwerke über die Ernährung unserer Vorfahren, über Mangel und Überfluss jener Zeit? Lassen sich Stillleben von Gemüse, Früchten, Fisch und Fleisch überhaupt als Bildquellen heranziehen, die über die Ernährung und das Essverhalten vergangener Zeiten Auskunft geben? Zu ihrem Vortrag am 1. Februar im TECHNOSEUM bringt die Kunsthistorikerin PD Dr. Angela Borgstedt von der Universität Mannheim die Antworten mit. Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur großen Landesausstellung „Unser täglich Brot … Die Industrialisierung der Ernährung“, die derzeit im TECHNOSEUM zu sehen ist. Besonders Stillleben verraten viel über die Lebensumstände jener Zeit – nicht selten mit einer großen Portion Symbolik, die die Zeitgenossen richtig zu interpretieren wussten. Ein reich gedeckter Tisch mit Konfekt, Zuckerwerk und vielen Früchten stand im 16. und 17. Jahrhundert beispielsweise für Lebensgenuss oder sogar Wollust. Austern im Bild symbolisierten sündige Verlockungen, während leere Austern den Vanitas-Gedanken – die Nichtigkeit allen irdischen Lebens – darstellten. Im Vortrag wird anhand zahlreicher Beispiele erläutert, warum etwa ein Muschel essender Maler lächerlich, ein Austern essendes junges Mädchen dagegen äußerst zweideutig war. Borgstedt geht zudem der Frage nach, wie weit die symbolische Funktion damals ging: War die Darstellung eines reich gedeckten Tisches ein Abbild der Realität oder nur schöner Schein, dem die hungernden Massen entgegen standen? Zuhörer des Vortrags erfahren außerdem, warum Nahrungsmittel, Geschirr und alles rund ums Essen die Menschen derart faszinierte, dass sie zum äußerst beliebten Kunstmotiv wurden.

Weitere Informationen unter www.technoseum.de


17. Januar 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

Experimente mit dem Kochtopf: Vortrag im TECHNOSEUM zu kulinarischer Physik

© chouici

© chouici: Tako-yaki Cooking

Kochen ist nichts Besonderes, könnte man meinen. Und doch: Auf dem Herd und in der Backofenröhre finden bei der Essenszubereitung komplizierte physikalische Prozesse und chemische Reaktionen statt. Werner Gruber, Physiker und Genießer gleichermaßen, gibt am 25. Januar im TECHNOSEUM einen Überblick über diese Zusammenhänge zwischen Kochkunst und Naturwissenschaften. Der Vortrag findet im Rahmen der Sonderausstellung „Unser täglich Brot … Die Industrialisierung der Ernährung“ statt, die derzeit im TECHNOSEUM zu sehen ist. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Wasser kocht schneller, wenn der Deckel auf dem Topf liegt. Milch läuft nicht so schnell über, wenn sie in einem Wasserbad erhitzt wird – diese Tipps von Müttern und Großmüttern beherzigen viele, doch nur wenige wissen, welche naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ihnen zugrunde liegen. Bei der Essenzubereitung hantiert man im großen Stil mit Molekülen, verändert deren Struktur und Eigenschaften – mit dem Ziel, für den Gaumen den optimalen Geschmack zu erlangen. Gruber, der am Institut für Experimentalphysik an der Universität Wien lehrt, ist bekannt dafür, naturwissenschaftliche Zusammenhänge auch jenseits des Essens unterhaltsam und verständlich aufzubereiten, etwa wenn es um die Ergonomie von Papierfliegern oder die Funktionsweise des menschlichen Gehirns geht. So mancher Hobbykoch wird bei Grubers Erläuterungen überrascht feststellen, dass etwa für den perfekten Gänsebraten nicht nur schmackhaftes Fleisch und ein leistungsfähiger Ofen notwendig sind, sondern bei der Zubereitung auch Gesetze aus der Thermodynamik, Biophysik und Elastizitätslehre wirken.

Weitere Informationen gibt es unter www.technoseum.de.

Übrigens: Tako-yaki  (jap. たこ焼き, dt. gebackener Krake) ist ein kleines warmes Gericht aus Kansai/Japan.


12. Januar 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

In Reutlingen ist Mutscheltag…

© Dors

© Dors

Heute, am ersten Donnerstag nach dem Dreikönigstag, findet in Reutlingen und Umgebung traditionell der Mutscheltag statt.

Ich finde den Namen schon so schön - sprecht das mal aus: Mutschel ;-)) 

Die Mutschel ist ein sogenanntes Gebildbrot, ein sternförmiges Gebäck aus einem mürben Hefeteig mit acht Zacken.

Eine Mutschel bekommt man jedoch nicht einfach so, man muss darum würfeln, das nennt man auch “Mutscheln”… Na gut, kaufen kann man sie sich natürlich in einer der vielen Bäckereien auch selbst, aber das macht ganz bestimmt nicht so viel Spaß…

Wenn ihr mehr zu dieser Tradition wissen möchtet, lest unseren Blog-Beitrag vom vergangenen Jahr, den Artikel bei Wikipedia oder die Beschreibung einer Mutschelrunde auf der Seite von Werner Früh.

Und  hier ein Link zum Backen von Mutscheln: Felidae hat ein Rezept, das von ihrer Uroma stammt, bei chefkoch.de eingestellt, mit ausführlich bebilderter Backanleitung.

Also, ihr Reutlinger: Viel Spaß beim Mutscheln!


11. Januar 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

Lebensmittelsicherheit in Deutschland - Wer macht was?

(aid) - Lebensmittelsicherheit ist keine Alleinaufgabe des Nationalstaats. Eingebettet in die Europäische Union (EU) kann Deutschland bei der Rechtsetzung rund um die Lebensmittelsicherheit zwar mitbestimmen, seine eigenen Kompetenzen aber schrumpfen. Anders beim Vollzug des Lebensmittelrechts im eigenen Land. Hier haben der Bund und die 16 Bundesländer den Hut auf. Vereinfacht kann gesagt werden: Der Bund ist für die Gesetzgebung zuständig - ob allein oder gemeinsam mit den Organen der EU. Die Bundesländer sind für die Umsetzung der Gesetze und die Lebensmittelkontrolle verantwortlich. Aufgrund der föderalen Struktur Deutschlands verfügen sie dabei über eine gewisse Eigenständigkeit.

Strukturell bedeutet das: Jedes Bundesland ist gewissermaßen ein kleines Abbild des Bundes. Es hat als oberste Aufsichtsbehörde ein Ministerium - in den Stadtstaaten Senatsverwaltung genannt. Diese Behörden koordinieren und überwachen die amtliche Lebensmittelüberwachung. Dazu gibt es in einigen Ländern noch eine mittlere Verwaltungsebene. Überwachungs- und Untersuchungsämter gibt es in jedem Bundesland. Hier setzen sich Juristen, Lebensmittelchemiker und Tierärzte für die Lebensmittelsicherheit vor Ort ein. In Krisenfällen informiert die oberste Landesbehörde die zuständigen Stellen anderer Bundesländer, gegebenenfalls auch die Öffentlichkeit. Auch der Kontakt zum Bund steht auf ihrem Programm.

Denn Föderalismus hin oder her: In Fragen der Lebensmittelsicherheit ist ein enger Austausch wichtig. So haben die Länder über den Bund auch einen mittelbaren Kontakt nach Brüssel, denn der Bund fungiert als Ansprechpartner der Europäischen Kommission und vertritt dort die Interessen Deutschlands. Praktisch geschieht das unter anderem durch Bundesministerin Ilse Aigner, “Hausherrin” des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Dieser obersten Bundesbehörde in Deutschland sind zwei Fachbehörden untergeordnet: das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BVL). Das BfR bewertet, ob etwa von einem bestimmten Lebensmittel oder einer Verpackung ein Risiko für den Verbraucher ausgehen kann. Dann ist das BVL am Zuge. Seine Aufgabe: Prüfen, ob oder welche gesetzgeberischen Schritte notwendig sind. Dabei kann es gesellschaftliche oder wirtschaftliche Aspekte mit berücksichtigen. Geht es darum, die Öffentlichkeit über etwaige Risiken zu informieren, ist wieder das BfR gefragt. Beide Fachbehörden haben außerdem einen direkten Draht zur Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de