29. März 2012 | Allgemeines, Brot & Brötchen | 0 Kommentare

Noch ein Rezept aus der Ausstellung “Unser täglich Brot” im TECHNOSEUM in Mannheim

Unser täglich Brot TECHNOSEUM

Unser täglich Brot ©TECHNOSEUM

Und hier das erste Rezept, das wir vergangene Woche im TECHNOSEUM  im Anfangsbereich der Ausstellung “Unser täglich Brot” entdeckt haben:

Bierbrot
360 g Vollkornmehl, z. B. von der Bliesmühle
1 TL  Backpulver 
1 TL  Salz 
1/2 TL  Natron 
2 EL  Honig 
375 ml  Bier 
(im Saarland natürlich von Karlsberg, Bruch, Grosswald oder einem der zahlreichen Brauhäuser)   
geschmolzene Butter

Zubereitung:
Ofen auf 190°C vorheizen. Eine Kastenform (10 cm x 20 cm) einfetten.
In einer Schüssel die trockene Zutaten vermischen. Den Honig im Bier auflösen und das Ganze unterrühren. Bitte nicht zu viel rühren, der Teig soll noch Klumpen haben.
In die Backform geben. 30 - 40 Minuten backen bis die Kruste hellbraun ist. Dann Brot aus dem Ofen nehmen, und die Temperatur auf 220°C erhöhen.
Den Brotlaib aus der Kastenform nehmen, auf ein Backblech stellen und oben und an den Seiten mit geschmolzener Butter bestreichen, dann 5 - 10 Minuten weiterbacken.

Quelle: www.chefkoch.de

Beim Googeln sind wir auf unglaublich viele, ganz unterschiedliche Bierbrot-Sorten gestossen. Kennt ihr auch ein Rezept für Bierbrot? Bitte schicken!


22. März 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

“Unser täglich Brot” und “Mannemer Dreck”

"Mannemer Dreck" © Immanuel Giel

"Mannemer Dreck" © Immanuel Giel

Gestern haben wir uns im TECHNOSEUM in Mannheim die Ausstellung “Unser täglich Brot” angeschaut, eine sehr sehenswerte, informative und interaktive Präsentation der Geschichte von der Industrialisierung der Ernährung, über deren Rahmenprogramm wir schon mehrfach gebloggt haben.

An einigen Stellen hingen Rezepte zum Mitnehmen, so haben wir mal wieder eine regionale Gebäckspezialität, den “Mannemer Dreck”, kennengelernt:

Mannemer Dreck
Zutaten für den Teig
150 g Mehl
150 g Marzipanrohmasse
150 g grob gemahlene Haselnüsse
50 g Zitronat
50 g Orangeat
ein Teelöffel geriebene Zitronenschale
2 Esslöffel Honig
100 g Zucker
150 g Eiweiß
je eine Prise gemahlener Zimt,  schwarzer Pfeffer, Muskat, Nelken, Kardamon und Koriander
ein Prise Backpulver
30 Backoblaten
200 g Halbbitter-Kuvertüre

Zubereitung
Mehl, Marzipanrohmasse, Haselnüsse, Zitronat, Orangeat, Honig, Zitronenschale, Gewürze und Backpulver mischen und zu einer geschmeidigen Masse kneten. Eiweiß zusammen mit dem Zucker steif schlagen. Den Eiweißschnee mit einem Holzlöffel vorsichtig in die Grundmasse einarbeiten, das Ganze in einen Spritzbeutel füllen und auf den Backoblaten verteilen. Anschließend fünf Stunden lang bei Zimmertemperatur abgedeckt trocknen lassen.
Den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen und die “Dreckhaufen” mindestens zehn Minuten lang backen. Wenn sie vollkommen abgekühlt sind, mit der Kuvertüre, die man vorher in einer Schüssel im heißen Wasserbad geschmolzen hat, dick einpinseln und wiederum kalt werden lassen.
(Quelle: Spiegel online, 7. Juni 2011)

Die Entstehungsgeschichte des Backwerks mit dem ungewöhnlichen Namen könnt ihr in Wikipedia nachlesen.

Nur schade, dass wir noch keine Gelegenheit hatten, das köstliche Makronengebäck zu probieren.

Übrigens: Die sehr empfehlenswerte Sonderausstellung “Unser täglich Brot… Die Industrialisierung der Ernährung” ist noch bis 29. April 2012 zu sehen, aufgrund des großen Interesses wird über eine Verlängerung nachgedacht.

Weitere Infos unter www.technoseum.de


13. März 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

Gut und günstig? Vortrag im TECHNOSEUM zeigt auf, was unser täglich Brot mit dem Weltmarkt zu tun hat

Bildquelle: Oxfam East Africa

Bildquelle: Oxfam East Africa

Während wir uns in Deutschland über steigende Preise für Nahrungsmittel ärgern, ist das Problem in anderen Erdteilen viel grundsätzlicher: Weltweit hungern über 1 Milliarde Menschen. Prof. Dr. Franz Heidhues von der Universität Hohenheim in Stuttgart wirft in seinem Vortrag am 21. März um 18.00 Uhr einen Blick auf die Finanz- und Arbeitsmarktströme, die den heutigen Lebensmittelmarkt bewegen. Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur großen Landesausstellung „Unser täglich Brot … Die Industrialisierung der Ernährung“, die noch bis zum 29. April 2012 im TECHNOSEUM zu sehen ist.

 

Politische Unruhen, gewalttätige Demonstrationen und Aufstände sind in Ländern mit Hunger und Nahrungsmittelknappheit - wie die Beispiele Mexiko oder Mali zeigen - an der Tagesordnung. Franz Heidhues, Professor für Entwicklungstheorie und ländliche Entwicklungspolitik, beschäftigt sich mit den Ursachen der Lebensmittelknappheit und möglichen Lösungsansätzen. Welche Rolle spielt die Tatsache, dass aktuell gerade einmal fünf Konzerne mit einem Gesamtanteil von 90 Prozent den Weltgetreidemarkt allein in ihrer Hand haben und kleine Betriebe um ihr Überleben kämpfen müssen? Ähnlich sieht es in anderen Bereichen auf dem globalen Markt aus: Wenige Konzerne kontrollieren die Abläufe in der Wertschöpfungskette. Welche Hebel in Gang gesetzt werden müssten, um all diese Herausforderungen zu meistern, zeigt Franz Heidhues auf.

www.technoseum.de


29. Februar 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

Hunger in der Überflussgesellschaft: Vortrag im TECHNOSEUM zu Ernährungsarmut in Deutschland

Das Bild zeigt eine Suppenküche der Winterhilfe Schweiz aus den 1930er Jahren.

Das Bild zeigt eine Suppenküche der Winterhilfe Schweiz aus den 1930er Jahren.

In den letzten Jahren hat die Bedeutung der Lebensmitteltafeln stetig zugenommen, etwa 870 sind mittlerweile in Deutschland registriert – und es etablieren sich weitere, vor allem auf ehrenamtlichem Engagement beruhende Einrichtungen, von der Schulspeisung über Lebensmittelspenden bis hin zu Kochkursen speziell für einkommensschwache Familien. Die hohe Nachfrage nach derartigen Angeboten zeigt, dass inmitten der deutschen Überflussgesellschaft eine akute Ernährungsarmut existiert, wie Dr. Sabine Pfeiffer am 7. März in einem Vortrag im TECHNOSEUM erläutert. Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur Sonderausstellung „Unser täglich Brot … Die Industrialisierung der Ernährung“, die derzeit im TECHNOSEUM zu sehen ist. Der Vortrag beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Etwa 8 Millionen Menschen in der Bundesrepublik leben in Armut. Bei einem ohnehin geringen Budget können lediglich bei der Nahrung größere Posten eingespart werden; viele Haushalte mit einem niedrigen Einkommen verzichten daher auf den Kauf bestimmter Lebensmittel. Etwa 4,50 Euro stehen einem Betroffenen pro Tag zur Verfügung – Fleisch wird dann gar nicht erst gekauft, frisches  Obst ist selbst im Sommer noch zu teuer und Milch ein Luxusgut. Sabine Pfeiffer vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung in München unterstreicht, dass insbesondere Kinder aus armen Familien unter derartigen Einschränkungen an Mangelernährung leiden, mit gravierenden gesundheitlichen Folgen. Gleichzeitig vertritt die Soziologin die These, dass in Deutschland mit Sozialgeld, Hartz IV und Grundsicherung Ernährungsarmut strukturell produziert wird – der Staat aber gleichzeitig Nahrungssicherung an Ehrenamt und Privatwirtschaft delegiert.

Weitere Informationen gibt es unter www.technoseum.de.


18. Februar 2012 | International, Kurioses, Netzfundstücke | 0 Kommentare

Zuckermalerei

Seid ihr gute Zeichner oder Maler? Also ich bin mit Pinsel oder Stift nicht wirklich begabt. Vor Künstlern habe ich daher die größte Hochachtung. So wie vor diesem aisatitschen Maler, der sich aber weder Stift noch Pinsel bedient, sondern mit flüssigem Zucker malt (wobei mir nicht so ganz klar ist, welchen Zucker er in seinem Pfännchen schmilzt). Aber seht selbst, welch kunstvolles Gebilde er mit einem Löffel an einem Holzstiel zaubert.

Via Milos Willing auf Facebook.