17. Januar 2012 | Allgemeines | 0 Kommentare

Experimente mit dem Kochtopf: Vortrag im TECHNOSEUM zu kulinarischer Physik

© chouici

© chouici: Tako-yaki Cooking

Kochen ist nichts Besonderes, könnte man meinen. Und doch: Auf dem Herd und in der Backofenröhre finden bei der Essenszubereitung komplizierte physikalische Prozesse und chemische Reaktionen statt. Werner Gruber, Physiker und Genießer gleichermaßen, gibt am 25. Januar im TECHNOSEUM einen Überblick über diese Zusammenhänge zwischen Kochkunst und Naturwissenschaften. Der Vortrag findet im Rahmen der Sonderausstellung „Unser täglich Brot … Die Industrialisierung der Ernährung“ statt, die derzeit im TECHNOSEUM zu sehen ist. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Wasser kocht schneller, wenn der Deckel auf dem Topf liegt. Milch läuft nicht so schnell über, wenn sie in einem Wasserbad erhitzt wird – diese Tipps von Müttern und Großmüttern beherzigen viele, doch nur wenige wissen, welche naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ihnen zugrunde liegen. Bei der Essenzubereitung hantiert man im großen Stil mit Molekülen, verändert deren Struktur und Eigenschaften – mit dem Ziel, für den Gaumen den optimalen Geschmack zu erlangen. Gruber, der am Institut für Experimentalphysik an der Universität Wien lehrt, ist bekannt dafür, naturwissenschaftliche Zusammenhänge auch jenseits des Essens unterhaltsam und verständlich aufzubereiten, etwa wenn es um die Ergonomie von Papierfliegern oder die Funktionsweise des menschlichen Gehirns geht. So mancher Hobbykoch wird bei Grubers Erläuterungen überrascht feststellen, dass etwa für den perfekten Gänsebraten nicht nur schmackhaftes Fleisch und ein leistungsfähiger Ofen notwendig sind, sondern bei der Zubereitung auch Gesetze aus der Thermodynamik, Biophysik und Elastizitätslehre wirken.

Weitere Informationen gibt es unter www.technoseum.de.

Übrigens: Tako-yaki  (jap. たこ焼き, dt. gebackener Krake) ist ein kleines warmes Gericht aus Kansai/Japan.


21. Dezember 2011 | Allgemeines | 0 Kommentare

Backen, Schmecken, Experimentieren: Das Weihnachtsprogramm des TECHNOSEUM

©TECHNOSEUM

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Virtuelle Speisen statt Weihnachtsgans, Modelle aus Papier basteln anstatt Geschenke darin einzuwickeln: Wer die Weihnachtsferien jenseits von Christstollen und Einkaufsstress genießen möchte, der ist im TECHNOSEUM richtig: Das Haus ist – außer am 24. und am 31. Dezember – täglich zwischen 9.00 und 17.00 Uhr geöffnet und bietet volles Programm auf allen Etagen, etwa Ernährungsworkshops für Kinder und Erwachsene, Mitmach-Aktionen rund um die Ernährung und Experimente zur Untersuchung von Nahrungsmitteln im museumseigenen Laboratorium. Die Aktionen ergänzen die Sonderausstellung „Unser täglich Brot … Die Industrialisierung der Ernährung“, die derzeit im TECHNOSEUM zu sehen ist.

Am 23. Dezember und am 6. Januar lädt das Museum um 14.00 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung. Gezahlt wird lediglich der reguläre Eintrittspreis. Hier geht es unter kompetenter Leitung auf eine Zeitreise durch 200 Jahre Lebensmittelherstellung – Tante-Emma-Laden und Supermarkt inklusive. Wer selbst einmal untersuchen möchte, wie viel Zucker eine Cola oder ein Apfelsaft enthalten und wie Backmittel funktionieren, für den steht am 23., 25. und 26. Dezember sowie am 6. und 8. Januar das Laboratorium des TECHNOSEUM offen: Dort können von 14.30 bis 16.30 Uhr chemische Versuche rund um unsere Nahrung durchgeführt werden. An denselben Tagen von 11.00 bis 16.00 Uhr bietet auch das Mitmach-Programm Familie aktiv! kleinen wie großen Forschern die Möglichkeit, den verschiedensten Themen auf den Grund zu gehen. So können im Dezember vor der Sonderausstellungsfläche Getreidesorten ertastet und knifflige Fragen zum Thema Ernährung beantwortet werden, der Januar steht im Zeichen von Nadel und Zwirn: Vor der historischen Textilweberei lässt sich dann unter anderem erfahren, wie eine Nähmaschine funktioniert. Und wer sich noch filigraneren Werken
widmen möchte, der sollte den Kartonmodellbautagen auf Ebene F einen Besuch abstatten: Der Mannheimer Wasserturm und die Dresdner Frauenkirche, Pferdekarusselle und Ritterrüstungen sind hier als detailverliebte Papp- und Papiermodelle zu sehen. Nach einfachen Vorlagen können die Besucherinnen und Besucher auch ihre eigenen Papiermodelle basteln – und natürlich mit nach Hause nehmen.

Von Brötchen und Brezeln
Darüber hinaus bietet das TECHNOSEUM mehrere buchbare Workshops rund um das Thema Ernährung an – und zwar sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Am 3. Januar können Nachwuchs-Chemiker ab 10 Jahren den Zusammenhängen zwischen Lebensmitteln und Farbe nachgehen und dabei unter anderem farbige Gummibärchen kreieren. Junge Bäckermeister ab 8 Jahren stellen am 4. Januar Laugenbrötchen selbst her und führen dabei Experimente mit Backpulver und Hefe durch. Und wer es lieber süß mag und älter als 9 Jahre alt ist, der kann am 5. Januar Sesamkrokant, Müsli und andere knusprige Lebensmittel backen. Alle Workshops finden jeweils zwischen 10.00 und 12.00 Uhr statt und kosten pauschal 6,00 Euro pro Person. Erwachsene dürfen am 28. Dezember der Frage auf den Grund gehen, was in unseren Lebensmitteln eigentlich drin ist, untersuchen Farbstoffe und stellen Süßigkeiten her. Und wem vor lauter Weihnachtsplätzchen der Sinn nach etwas Salzigem steht, kann sich am 7. Januar der Brezel widmen und dabei auch gleich die Unterschiede in der badischen, schwäbischen und bayerischen Zubereitung erfahren. Die Aktionen für Erwachsene kosten pauschal 9,00 Euro pro Person und finden jeweils von 14.30 bis 16.30 Uhr statt.

Anmeldungen für junge wie erwachsene Teilnehmer nimmt das TECHNOSEUM unter Tel. 0621 / 42 98-839 oder per E-Mail unter paedagogik@technoseum.de entgegen. Genug Anlässe also, um auf den Festtagsschmaus einen gehaltvollen Museumsbesuch folgen zu lassen.

Weitere Informationen unter www.technoseum.de.


14. November 2011 | Allgemeines, Kuchen & Torten | 2 Kommentare

Christstollen, Panettone und Co.

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Christstollen, Panettone und Co. - Europäische Weihnachtskuchen

Die diesjährige Weihnachtsausstellung des Museums der Brotkultur in Ulm wird am ersten Adventsonntag, dem 27. November 201 1, um 11 Uhr in festlichem Rahmen mit Punsch und Kuchenprobe eröffnet.

Zum Weihnachtsfest gehören ungezählte Kleingebäcke, aber auch eine beachtliche Vielfalt an Kuchen, die von einer festlichen Tafel nicht wegzudenken sind. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die verschiedenen europäischen Weihnachtskuchen, erzählt und hinterfragt die Geschichten einiger ausgewählter Gebäcke. Neben den Kuchen selbst, ihren Zutaten und Rezepten wird gezeigt, wie es möglich ist, sie für einen Weltmarkt herzustellen und zu vertreiben.

Christstollen
Das vielleicht bekannteste und älteste deutsche Weihnachtsgebäck ist der Christstollen, insbesondere der als eigene Marke geschützte „Dresdner Stollen“. Ursprünglich ein Fastengebäck, enthält er heut große Mengen Butter und Trockenfrüchte. Seine Form soll an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern.

Dreikönigskuchen
Als Kranz, Blüte oder flacher Kuchen begegnet der Dreikönigskuchen uns vor allem in der Schweiz, Frankreich, Spanien und Portugal. Wie sein Name sagt, wird er traditionell zum Dreikönigsfest gegessen. Eine im Kuchen versteckte Bohne oder kleine Figur macht den Finder zum König / zur Königin, der / die an diesem Tag im Kreis der Familie „regieren“ darf.

Panettone
Die Mailänder Kuchenspezialität mit kandierten Früchten findet sich längst nicht mehr nur in Italien. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die kuppelförmigen Kuchen industriell gefertigt und in den typischen hohen Kartons verkauft. Firmennamen  wie Motta oder Alemagna sind deshalb fast gleichbedeutend mit dem Begriff Panettone.

Plum Pudding
Hinter verschiedenen Bezeichnungen verbirgt sich ein Kuchen, der eigentlich keiner ist, denn er wird nicht gebacken, sondern wie ein Serviettenkloß gekocht. Neben den süßen Puddings, die reichlich Trockenfrüchte enthalten, sind auch eher herzhafte Varianten üblich. Bei einem sehr britischen Weihnachtsessen darf der Christmas Pudding keinesfalls fehlen.

Früchtebrot
Eine regionale Spezialität, die in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedliche Namen trägt. Die Bezeichnungen Birnen-, Kletzten- oder Hutzelbrot leiten sich jedoch allesamt von den darin enthaltenen Dörrbirnen (alemannisch: Hutzel bzw. bairisch-österreichisch: Kletzen) ab.

Die Ausstellung wird bis Sonntag, den 15. Januar 2012 im Museum der Brotkultur zu sehen sein. Eine öffentliche Führung findet im Rahmen der monatlichen Sonntagsführung am
11. Dezember 2011 um 15 Uhr statt.

Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
Telefon: 0731 - 69955
email: info@museum-brotkultur.de

Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 17 Uhr
Hinweis auf Schließtage

Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 €
Ermäßigt mit Ausweis: 2,50 €


30. September 2011 | Allgemeines, Brot & Brötchen, Kuchen & Torten | 9 Kommentare

“Lust auf Backen” - neue Backsendung im SWR-Fernsehen

Heike Greis mit Hannes Weber

Heike Greis mit Hannes Weber

Die neue zwölfteilige Backsendung im SWR Fernsehen – ab 1. Oktober 2011, samstags um 15.30 Uhr.

Der Hefeteig geht nicht richtig auf und der Biskuitboden will einfach nicht gelingen? Bäckermeister und Konditor Hannes Weber und SWR-Moderatorin Heike Greis wissen Rat. Denn Backen ist gar nicht so schwer – wenn man die richtigen Kniffe und Tricks beherrscht.

Lust auf Backen heißt die neue Servicesendung, die ab 1. Oktober 2011 samstags um 15.30 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen ist. Backprofi Hannes Weber und Moderatorin Heike Greis führen gemeinsam durch die Sendung. Den Fernsehzuschauern sind beide schon aus Kaffee oder Tee – Der SWR Nachmittag bekannt. Dort haben sie schon gemeinsam Spaß am Backen gehabt und bereits gemeinsam von Sonntagskuchen genascht. In jeder 30-minütigen Folge lässt Hannes Weber die Zuschauer Schritt für Schritt am Backvergnügen teilhaben und bereitet Süßes oder Herzhaftes zu. Die Palette reicht vom einfachen Mischbrot über Apfeltarte und Pizza bis hin zur prächtigen Passionsfruchttorte.

Alle Rezepte sind auf den heimischen Backofen zugeschnitten, damit den Zuschauern das Nachbacken auch gelingt.

Lust auf Backen ist ab 1. Oktober 2011 jeden Samstag um 15.30 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen. Und hier gibt’s schon ‘ne Vorschau auf die morgige Sendung. Und die Rezepte für Bauernbrot und Apfeltarte sind auch schon online.


10. Juli 2011 | Allgemeines, International, Kurioses, Pizza & Herzhaftes, Variationen | 0 Kommentare

Das digitale Kekszeitalter

Seit zwei Wochen sind sie am Start, unsere QKies, eine Backmischung mit beiliegendem QR-Codes, aus der man mit wenig Aufwand ganz persönliche Kekse herstellen kann. Auf der Seite Qkies.de kann man einen beliebigen Text bis zu 250 Zeichen oder jede gewünschte Webseite mit dem QR Code verlinken und die Kekse so z.B. als ausgefallene Geburtstagseinladung, Liebesbotschaft oder Give away nutzen.

„Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?”, ist die häufigste Frage die uns im Zusammenhang mit den Qkies gestellt wird. Zur Beantwortung könnten wir natürlich ausholen und was von Marktbeobachtung, Strategien, Zielgruppe, Social Media und vielem mehr erzählen und daraus eine ellenlange Geschichte stricken. Die Wahrheit ist aber viel simpler und Kommissar Zufall spielt wie so oft eine Rolle.

Angeregt durch dieses Video von Johannes Schöning, der 2008 zu Weihnachten ganz besondere Plätzchen für seine Freunde gebacken hat, fand ein Brainstorming zwischen Juchem und dem DFKI statt. Allen gefiel die Idee, etwas Außergewöhnliches mit Backwerken zu veranstalten, in dem beide Partner ihr Wissen einbringen können. Neben anderen Vorschlägen machten die QR-Code Kekse das Rennen und so begannen wir mit der Umsetzung. Wir von Juchem kreierten die Backmischung, das DFKI die Technik der Verschlüsselung und raum3 bastelte Logo, Verpackung und Webseite. Jetzt können wir stolz den Nerds, Geeks und webaffinen Menschen den Weg zum digitalen Kekszeitalter frei machen. Guten Hunger & viel Spaß beim Backen :-).

Mehr zu den Qkies auf der Facebook Fanpage und in den folgenden Blog- und Presseartikeln:

Und am allerbesten erklärt es die Simple Show: